489. Bremer Montagsdemo
am 22. 09. 2014  I◄◄  ►►I

 

Bremen lässt sich vom Job­center auf der Nase herumtanzen

Hans-Dieter Binder1. Diesen Dienstag ist bei der UN die Welt­kli­ma­kon­fe­renz, und die Veranstaltung ist entsprechend hochkarätig besetzt. Frau Merkel nimmt nicht teil – verständlicherweise. Wie sollte sie den Anwesenden erklären, dass sie trotz der Möglichkeiten der Windkraft und der Sonnenenergie sowie der betriebsfähigen Gaskraftwerke ausgerechnet die Energieproduktion der Kohlekraftwerke steigert, mit allen Nebenwirkungen? Wie soll Frau Merkel erklären, dass Deutschland die Klimaziele nicht erreichen wird, weil die Kohle zu schmutzig ist? Deutschland tut dies ohne Not. Die alternativen Energien könnten die Versorgung sichern! Die Menschen könnten einfach wohnen bleiben. Die Gewinnung der Energie aus Sonne und Wind könnte überzeugend rübergebracht werden.

Ausgerechnet in Afrika sind die meisten Atommeiler geplant. Allein die USA haben dort 50 Atomkraftwerke verkauft. Dabei ist die Atomkraft durch die Nebenwirkungen die schmutzigste Energie. Die Abdeckung für den Reaktor in Tscher­no­byl ist in Bau, doch die Verstrahlung aus Tschernobyl geht weiter. Sie führt noch heute dazu, dass in Sachsen 40 Prozent der Wildschweine nicht verzehrt werden dürfen. In Japan wird weiterhin verstrahltes Wasser in den Ozean eingeleitet. Die Folgen werden weltweit spürbar. Sie können mit der jetzigen Technik nicht beherrscht werden, siehe vorherige Bremer Montagsdemonstrationen.

 

2. Die Jobcenter Bremen und Bremerhaven schwimmen im Geld. Gibt es zu wenige Erwerbslose in unserem Bundesland? Haben Bremen und Bremerhaven für 4,5 Millionen Euro keine sinnvolle Verwendung? Lesen Sie doch einfach mal den Ablauf und die Erfolgsquote der „Joboffensive“ des Jobcenters in Bremen – die Beschreibung eines Flops, mitfinanziert durch die Freie Hansestadt mit rund 500.000 Euro pro Jahr. Das Bremer Geld war im Haushalt für die Kosten der Unterkunft, also die Miete der Erwerbslosen vorgesehen.

Der Kostenanteil des Jobcenters wurde dem Vermittlungsbudget entnommen, um die höheren Verwaltungskosten zu decken. Durch solche Umwidmung wurden und werden aus Geldern für die Vermittlungsförderung der Erwerbslosen und aus Geld für deren Miete Personalkosten des Jobcenters. Im Jahr 2013, als die „Joboffensive“ bereits lief, wurden vom Jobcenter jedoch Millionen ungenutzt zurückgegeben. Wieso lässt sich Bremen so über den Tisch ziehen, so auf der Nase herumtanzen? Die „Joboffensive“ wäre mühelos ohne Länderbeteiligung zu stemmen gewesen, in Bremen und anderswo! Das „Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe“ hat dazu interessante Ergebnisse veröffentlicht.

Die Ein-Euro-Beschäftigungsverhältnisse und die „Bürgerarbeit“ sind zum 30. Juni 2014 ausgelaufen. In Bremen werden die Ein-Euro-Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se bis zum 30. Juni 2015 als „ehrenamtliche Tätigkeit“ fortgeführt. Und dann? Der Senat will informieren, wenn er sich eine Meinung gebildet hat. Der „Weser-Kurier“ hat am 20. September 2014 festgestellt, dass dadurch über 100 Einrichtungen in allen Stadtteilen betroffen sind. Die richtige Reaktion sind vernünftige Arbeitsverhältnisse mit vollem Sozialversicherungsschutz. Das Jobcenter beweist doch alle Jahre wieder: Es ist möglich! Dieses Geld wäre zweckbestimmt und vernünftig angelegt.

Wohl aber hat die „Joboffensive“ erfolgreich die Anzahl der gegen Erwerbslose verhängten Sanktionen gesteigert. Die Erträge aus den nicht ausgezahlten Regelleistungen werden zugunsten des Bundes verbucht. Wenn die Sanktionen zu einer Kürzung der Kosten der Unterkunft führen, geht dieser Ertrag zugunsten der Freien Hansestadt Bremen. Darum Montagsdemo, Kopf zeigen: Ich bin nicht einverstanden! Ich will die Zukunft lebenswert gestalten!

Wir haben den 2. Oktober 2014 als Aktionstag vorgemerkt. Unsere Aktion wird innerhalb des Bremer Netzwerks „Hartz IV muss weg“ erfolgen. Dessen nächstes Treffen findet am Freitag, dem 26. September 2014, um 17 Uhr im Beratungsladen des „Bremer Erwerbslosenverbands“ in der Hohentorsheerstraße 24 (Ecke Lahnstraße) statt.

Hans-Dieter Binder („Die Linke“)
 
Ausgezehrt wie von Hartz IV: Uschi von der dreyen Hubschrauber kann nur noch mit Ach und Krach in den Irak transportiert werden („Spiegel-Online“)

 

Wettermodifikation mit Chemtrails

Heute will ich mal etwas zum Wetter sagen, denn ich wurde neulich gefragt, ob es „Chemtrails“ gibt beziehungsweise was ich davon halte. Diese Frage könnte ich genauso beantworten, als würde sie mit dem Wort „Autos“ gestellt: Schauen Sie doch öfter mal genau in den Himmel oder auf die Straße, oder suchen Sie unter diesen Stichwörtern im Internet. Letzteres ist heute so voller Infos auch zu diesen Themen, dass es für einfache, ehrliche Recherchen fast nicht mehr zu gebrauchen ist.

Helmut MinkusZum Thema Auto habe ich hier schon mehrfach öffentlich meine Meinung gesagt und meine Beobachtungen geschildert. Heute mache ich das zum Thema Chemtrails. Was das genau ist, werde ich hier nicht erklären, denn das Spektrum der Informationen im Internet reicht von „seit Jahrzehnten praktizierte Realität und ihre Folgen“ bis „esoterische Spinnerei“. Wenn jemand von Ihnen noch nie etwas von Chemtrails gehört hat, so ist das kein Wunder: Es ist ja auch schon seit Jahrzehnten streng geheim, und ich darf nichts darüber erzählen.

Einer der ersten deutschen Chemtrail-Beobachter und inzwischen Experte ist der Elektrotechniker und Ex-Greenpeace-Aktivist Werner Altnickel aus Oldenburg. Er beobachtet nach eigenen Angaben seit 2002 im Raum Oldenburg zeitweise fast täglich Chemtrail-Sprühaktionen. Auch der weltberühmte Edward Snowden soll unter anderem enthüllt haben, dass der Klimawandel als Bedrohung für die US-Landwirtschaft gesehen wird und zu einer nationalen Sicherheitsangelegenheit erklärt wurde. Deshalb soll es bereits seit den 1960er Jahren ein geheimes Labor namens Muad’dib geben, in dem zusammen mit dem Gentechnik-Konzern Monsanto ein Chemtrail-Programm entwickelt wurde und massiv betrieben wird.

Was „Wikipedia“ und andere „Experten“, Spekulanten und Verschwörungstheoretiker dazu schreiben, interessiert mich nicht besonders. Für mich sind Chemtrails nur ein mögliches Werkzeug im Rahmen von Wettermodifikationen, wie sie schon heute nahezu flächendeckend auf der Welt eingesetzt werden, die aber vor Staatsgrenzen keinen Halt machen. Das geht auch aus dem Geoengineering-Zukunftsbericht des Planungsamtes der Bundeswehr eindeutig hervor, obwohl das Wort „Chemtrails“ dort nicht vorkommt. Es wird „Strahlungsmanagement durch reflektierende Aerosole“ genannt und hier nicht als „Geoengineering“ definiert, sondern als „gezielte Manipulation lokaler und zeitlich begrenzter Wetterereignisse“ bezeichnet (Seiten 10 und 11).

Beispiele sind: Regen in Dürrezonen, Beeinflussung von Wolken, Umleitung von Stürmen. Solche Wettermodifikationen werden heute hauptsächlich in China und USA betrieben und können an Bedeutung gewinnen zur scheinbaren Bekämpfung von Folgen des Klimawandels. Doch sie sind nicht brauchbar zur Behebung der Ursache, dem Kohlenmonoxid-Ausstoß. Sie entziehen so dem einzelnen Verursacher die persönliche Verantwortung. Er kann keinen Beitrag zur Gesellschaft leisten, weder geistig noch moralisch noch praktisch. Das nenne ich Volksverdummung und Entmündigung. Das kann jedoch nur jeder für sich selbst erkennen, um selbst mitwirken zu können.

Was ich damit meine: Fragen Sie zum Beispiel mal den Fahrer, der allein in seinem „Sport Utility Vehicle“ sitzt, was er da macht beziehungsweise warum er das macht. Er wird Sie nicht verstehen und deshalb glauben, Sie spinnen. Deshalb darf auch ich hier meine ernst gemeinte Spinnerei öffentlich verkünden. Sie wäre eine sehr wirksame Maßnahme zur Reduzierung des Klimakillers Kohlendioxid: Den heutigen motorisierten Individualverkehr einschließlich der an konventionellen Kraftwerken „getankten“ Elektroautos weitgehend und in wenigen Jahren weltweit einzustellen.

Doch das gegen eine gewaltige monetäre Wirtschafts- und Industrielobby, gegen macht- und ratlose Politiker und vor allem gegen sich selbst durchzusetzen, ist sehr schwer, für die meisten von uns wahrscheinlich so schwer, dass wir reale Beobachtungen von anderen und deren Schlussfolgerungen leichter als esoterische Spinnereien hinstellen können, als selbst zu versuchen, die Realitäten dahinter zu finden, weil wir nichts gesehen haben oder die Realitäten verdrängen, die wir selbst nicht wahrhaben wollen.

So wird uns immer wieder vorgelogen, dass es wirtschaftlich gesehen besser ist, neue, wenn auch grundsätzlich sinnlose Industriezweige aufzubauen und Produkte zu erfinden, um die Schäden, die mit anderen sinnlosen (High­tech-)Pro­duk­ten angerichtet wurden, zu beheben. Mein Fazit: Darüber zu diskutieren, ob und warum es Chemtrails gibt, ist wie über Sinn und Unsinn von Autos zu diskutieren. Beide sind Realität. Aber zu welchem Zweck?

Helmut Minkus (parteilos)
 

 
Paranoid von links bis rechts: Querfront-Duo „Die Bandbreite“ hiphopt über bundesdeutsche „Friedensmahnwachen“ („Neues Deutschland“)
 

 
Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein: Wenn wir die gesellschaftliche Entwicklung im Sinne der historischen Dialektik scheinbar verwirklicht haben und das Leben in einer quasi-feudalistischen Gesellschaft beobachten („Wikipedia“)
 
Führungsausfall: Wo ist Kim Jong un-päslich? („Spiegel-Online“)
 
Die MLPD lädt ein zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am Samstag, dem 27. September 2014, in der Sportgäststätte „Postillion“, Werderstraße 66. Vorgestellt wird das BuchKatastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“
Beginn ist um 17 Uhr, der Eintritt beträgt drei, ermäßigt zwei Euro.
www.Bremer-Montagsdemo.de – 17:30 Uhr am Marktplatz